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Allgmein zum Dirtbike

 

DirtBike


Die Funsportart Dirtjump (deutsch: „Schmutzsprung“) ist eine Variante des Radsports. Es bezeichnet das Springen über Erdhügel mit einem BMX oder einem Dirtbike (Mountainbike), Ziel eines Sprungs ist es, in der Luft einen Trick zu machen. Bestes Baumaterial für künstliche Hügel ist Lehm, da er fest und beständig ist und sich bestens formen lässt.

 

Geschichte

Trails, was der eigentlichen Beschreibung von Dirtjumps näher kommt, gibt es schon seit den Anfängen des BMX. Einer der ältesten Trails in Deutschland ist bzw. war in Gravenbruch nahe Frankfurt am Main zu finden. Diese Trails waren jedoch noch mehr einer BMX-Strecke nachempfunden. Die ersten richtigen Trails waren wahrscheinlich die K-Town Trails in Kornwestheim die 1994 erbaut wurden. Durch die Erbauen der K-Town Trails wurden wilde BMX Bahnen wie Gravenbruch schnell zu "ordentlichen" Trails ausgebaut. Die heutigen ERA Trails, die bis zum 30. Oktober 2006 noch befahren werden konnten, standen immer vor der Gefahr einer Lagerhalle zu weichen. Dieses Bauvorhaben wurde auf dem Gelände mittlerweile aufgenommen.

Die bekanntesten Trails überhaupt dürften während der 1990er die Sheep Hills in Huntington Beach gewesen sein. Huntington Beach im Orange County galt lange als Mekka der Dirtszene. An der Ostküste hingegen, entwickelte sich die Trailsszene im Staat Pennsylvania, um die Stadt Bethlehem herum. Prominente Lokalfahrer in den Sheep Hills waren oder sind Barspinner Ryan, Josh Stricker, Foster Bros und Shawn Buttler. Im Posh von Bethlehem war der bekannteste Fahrer Kris Bennett.

Trails fahren wurde von Fahrern wie Shawn Butler und Kris Bennett geprägt. Während der 1990er waren auch viele BMX Racer noch bei Dirt Jump Wettbewerben mit dabei, da ihnen das springen von großen Erdhügeln vertraut war, allem voran Brian Foster hat sich einen Namen gemacht, der auch bald das „Lager“ gewechselt hat.

Maßgebend in Deutschland waren dann die "zweite Generation" von Trails, die ab Mitte der 1990er von Markus Hampl in Diedorf und Augsburg erbaut wurden. Eine große Rolle haben auch Trails gegen Ende der 1990er in Bochum (Mike Emde, Stefan Kudella, Jochen Forstmann) und Solingen (Dirk Becker) gespielt.

Das erste Dokument deutscher Trailsleidenschaft ist das BMX Video FAHRVERGNÜGEN von twentyinchsoul (Flo de Neufville und Evert Greis), in dem ein Roadtrip von 1999 dokumentiert wird. Unter anderem sind Fahrer wie Sören Jakobs, Timo Pritzel, Markus Hampl, Sascha Meyenborg, Oli Aschenbrenner und Mike Emde zu sehen.

Heute finden sich eine Reihe von Trails in ganz Deutschland und sie sind nicht mehr BMX spezifisch. Mehr und mehr Trails werden auch von MTB-lern gebaut.

Mittlerweile hat sich der Style vom MTB Sport auch dem des BMX angenähert, so dass das gleiche Set and Trails von beiden Gruppen befahren werden kann, ein gutes Beispiel hierfür sind die Trails in Fürth. Die bekanntesten deutschen MTB Dirtbiker, die den Sport populär gemacht haben, sind weiters Niels-Peter Jensen (der auch eine eigene Firma namens NPJ-Dirtbikes besitzt), Joscha Forstreuter, Carlo Dieckmann und Marius Hoppensack. Pritzel, Dieckmann und Forstreuter belegen regelmäßig vordere Plätze bei den sehr beliebten Slopestyle-Wettbewerben u. a. in Whistler und Saalbach-Hinterglemm. Durch den Disctrict Ride in Nürnberg bekannt geworden, ist der Bopparder Amir Kabbani aktuell einer der besten deutschen Dirtbike-Fahrer. Er fährt als einziger Deutscher die komplette Qashqai Urban-Challenge des Automobilherstellers Nissan mit und belegt vor dem letzten Tourstop in Paris mit 12 Punkten den 17. Platz (Stand: 8. Juni 2007). Diese Contests beinhalten neben Big Drops, Northshore- und Wallride-Elementen eben auch diverse Dirtjumps und Streetstücke.

Aufbau und Technik

Die Rahmenkonstruktion, Felgen, Kurbeln sowie der Vorbau und Lenker sind kompromisslos auf Stabilität ausgelegt. Gefahren wird im Normalfall mit breiten Reifen, die zwar ein relativ grobes Profil, aber dennoch möglichst wenig Rollwiderstand besitzen. Die Reifen haben meist eine Breite von etwa 2,1 bis 2,4 Zoll und die Felgen einen Durchmesser von 24 oder 26 Zoll. Bei besonders ebenen und trockenen Oberflächen werden auch profillose Reifen bzw. Reifen mit wenig Profil gefahren, da sie ein geringeres Gewicht vorweisen und leichter als solche mit grobem Profil zu behandeln sind. Ebenso kann mit ihnen, aufgrund des geringeren Rollwiderstandes, die gewünschte Geschwindigkeit schneller erreicht werden. Viele Mountainbikes dieser Art haben keine Schaltung ("Single Speed") und nur eine Bremse. Dies ist bewusst so gewählt, um Gewicht einzusparen. Dennoch fahren einige Spitzenfahrer mit einer Gangschaltung, um die nötige Geschwindigkeit beim Fahren der oben genannten Rampenarten zu erlangen. Ein anderer, wichtiger Bestandteil eines Dirtbikes ist die Federgabel: Sie besitzt meist einen Federweg zwischen 6 und 18 cm. Diese reduziert die Stöße auf das Rad auf ein Minimum, was auch notwendig ist, da einige Sprünge eine Distanz von bis zu 8 Metern oder mehr vorweisen und die Fahrer über mehrere Meter hoch durch die Luft "fliegen". Jedoch gibt es auch einige Fahrer, die bewusst eine Starrgabel wählen, um bei der Landung mehr Geschwindigkeit mitnehmen zu können. Die Pedale, die in den meisten Dirt Bikes verbaut sind, nennt man Flat Pedals oder Bärentatzen. Um zu verhindern, dass die Kette herausspringt, werden bei Rädern mit Kettenschaltungen Kettenführungen verwendet.

 
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